Eine Etwas Untypische Bewerbung

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Eine Etwas Untypische Bewerbung

Beitrag  Feraluh am Do März 06, 2014 6:32 pm

(Ist am 26.2. Im Alen Forum eingegangen, daher habe ich es mal rüber geholt und im Alten einen Piost mit verweis auf das neue Forum hier hinterlassen. In der Bewerbung habe ich ncihts geändert. )



Hallo zusammen,
weil es bei meinem Charakterkonzept keine wirkliche Bewerbung im klassischen Sinn geben kann, habe ich einen kurzen Text verfasst, der die wichtigsten Punkte im Leben dieses Chars darstellt.

Charakterkonzept Thanishan Neumond

„Ihr solltet nicht so oft von unten angreifen, das eignet sich nicht bei einem Gegner mit Schild“ Thanishan muss schmunzeln, als sie diesen Satz des Blutritters mit den roten Haaren auf dem Übungsplatz vor dem Ordenshaus hört. Wie Recht er doch mit diesem Satz hat, wenn man in einem ehrenhaften Duell kämpft, doch wenn es etwas barbarischer zugeht, kann genau dies der richtige Angriff sein, um dem Gegner dann den eigenen Schild ins Gesicht zu schmettern. Bei diesem Gedanken schweift ihr Geist in ihre eigene Vergangenheit…
Sie war so stolz gewesen. Ihre Ritterweihe lag noch nicht weit zurück, als man sie und fünf ihrer Ordensbrüder auf die Erkundungsmission schickte. Es war nicht mal der Hauptkriegsschauplatz, sondern nur ein kleiner Posten im Brachland, aber es war ihr erster Einsatz. Sie sollten die Truppenstärke der Menschen auskundschaften, die noch vor kurzem mit ihnen verbündeten waren. Sie waren zu Fuß unterwegs, um besser in Deckung zu bleiben, aber in voller Rüstung des Ordens. Schweigsam hatten sie sich auf dem Weg gemacht und sich den Weg durch ein Dornendickicht gebahnt, als sie wie von einer unsichtbaren Faust getroffen, zu Boden ging. Dann schien alles um sie herum zu explodieren. Kampfschreie mischten sich mit Schmerzensschreien, Waffen schlugen auf Rüstungen, oder drangen mit ekelhaftem Schmatzen in Körper ein und sie lag noch immer auf dem Boden. Als sie sich aufsetzen wollte, erkannte sie, was sie zu Boden gestreckt hatte. Ein daumendicker Armbrustbolzen, der die Rüstung mühelos durchschlagen hatte, ragte aus ihrer linken Schulter. Die Schmerzen missachtend erhob sie sich mühsam und wollte gerade nach ihrem Schwert greifen, als alles schwarz um sie wurde.
Als sie wieder erwachte, fand sie sich einem dunklen, feuchten Verlies. Nur wenig fahles Mondlicht fiel durch ein kleines, vergittertes Loch in der Decke. Jede Bewegung verursachte unsägliche Schmerzen, so dass sie nur den Kopf ein wenig drehte, um sich etwas umzusehen, nachdem ihre Augen sich an das wenige Licht gewöhnt hatten. Sie sah Erianon, den heilkundigen ihrer Truppe, nackt neben sich liegen. Da wurde ihr plötzlich bewusst, dass auch sie völlig unbekleidet war und entsetzlich fror. Sie versuchte, den Heiler anzustupsen, doch bei der Bewegung verlor sie erneut das Bewusstsein. Als sie das nächste Mal erwachte, war es helllichter Tag, doch die Zelle war noch immer in Zwielicht getaucht. Erianon saß an die Wand gelehnt und berichtete ihr, was er wusste. Sie waren in einen Hinterhalt geraten. Sie beide waren die einzigen Überlebenden dieses Angriffs. Er hatte ihre Wunden so gut es ging behandelt, was jedoch ohne Verbandsmaterial und andere Hilfsmittel nur wenig Wirkung zeigte. Die Schusswunde in ihrer Schulter würde sicher gut heilen, doch die Platzwunde auf ihrem Schädel würde sicher eine hässliche Narbe hinterlassen.
Man hatte sie eine Woche in Ruhe gelassen und lediglich mit trockenem Brot, madigem Fleisch und brackigem Wasser versorgt. Dann hatte man sie erstmals aus ihrer Zelle gezerrt, sie in eine Rüstung gesteckt, die diese Bezeichnung kaum verdiente und ihr eine schartige Axt in die Hand gedrückt. Anschließend hatte man sie in die Arena geschubst, wo sie sich einem riesigen Troll gegenüber sah, der sich sogleich auf sie stürzte. Wie durch ein Wunder gelang es ihr, dem ersten Schlag auszuweichen und mit einer schnellen Drehung die Wirbelsäule des Gegners zu zertrümmern. Das johlende Publikum nahm sie kaum wahr.
So begann ihre lange „Karriere“ in der Arena. Das Publikum mochte sie scheinbar und der Veranstalter begann sogar, Gold in ihre Ausrüstung zu investieren. So bekam sie zwar eine Rüstung, die an ihren Körper angepasst war, die aber kaum ihre Blöße bedeckte. Dennoch gelang es ihr jahrelang, ernste Verletzungen zu vermeiden. Anfangs hatte sie ja noch Erianon, doch er verließ die Arena eines Tages nicht mehr und sie musste ihre Wunden selbst versorgen. Je länger sie in Gefangenschaft war, umso mehr verließ sie die Macht Múrus. Irgendwann hatte sie begriffen, dass sie ohne die Macht des Lichts überleben musste und das tat sie, viele Jahre lang, bis sich vor wenigen Wochen endlich die Chance ergab, Rache zu üben. Rache für unendliche Demütigungen während ihrer Gefangenschaft. Die Wache hatte vergessen, ihre Zelle abzuschließen. Das war der Moment, auf den sie so sehnsüchtig gewartet hatte. Dann war alles sehr schnell gegangen. Nachdem sie die erste Wache getötet hatte und endlich bewaffnet war, waren die restlichen Bewohner der kleinen Siedlung kein Hindernis mehr für sie und sie hatte restlos alle getötet. In der Hütte des Anführers ihrer Peiniger hatte sie ihre Rüstung und den Wappenrock gefunden, lediglich ihr Schwert war weg. Sie hatte noch die Ersparnisse des Sklaventreibers geplündert und sich auf den Weg nach Silbermond gemacht…
All das kommt ihr hier und jetzt fast schon unwirklich vor. Hier im ordentlichen Silbermond, wo alles seinen gewohnten Gang zu gehen scheint, zumindest fast alles. Doch all das wird sie erfahren, wenn sie sich endlich überwindet, das Ordenshaus zu betreten…

Ooc: Ich wurde gestern netterweise von Eldinor angeflüstert, während ich mir das Trainigsduell zwischen zwei Blutrittern angeschaut habe. So ermutigt habe ich mich entschlossen, euch dieses Konzept zukommen zu lassen.
Wie man sehen kann, habe ich mich für ein ziemlich radikales Konzept für Thanishan entschieden, aber damit wollte ich einige Klippen umschiffen.
Zur Erläuterung:
Ich spiele auf Todeswache eine Blutritterin seit Release von BC im RP. Diese auf Aldor zu transferieren ist allerdings unmöglich, da ihre Geschichte sich nicht mit dem strikten Lore RP hier vereinbaren lässt, somit habe ich mir Thanishan erschaffen, um hier „unbelastet“ ins RP einsteigen zu können. Da ich jedoch nicht noch einmal bei einer Initiantin anfangen möchte, habe ich ihre Geschichte an die Gründung des Ordens gesetzt und sie so schon zur fertigen Ritterin gemacht. Ich hoffe, das stellt kein Problem dar.
Durch ihre lange Abstinenz vom Licht muss sie natürlich erst wieder lernen, damit richtig umzugehen, somit sollte ihr derzeitiger Level 62 erklärbar sein (falls das auf Aldor überhaupt eine Rolle spielt).
Ich hoffe, dieses Konzept kommt bei euch an und ihr könnt die Dame in den Kreis eurer Spieler aufnehmen. Allerdings muss ich gleich einschränkend sagen, dass ich weiterhin gedenke, der Todeswache treu zu bleiben und die Aldor nur gelegentlich aufzusuchen. Wie oft das geschieht, kann ich noch nicht sagen, da ich sehen muss, wie sich das RP sowohl auf Todeswache, als auch hier entwickelt, ausserdem muss ich natürlich sehen, wie gut ich den Übergang vom nahezu freien RP zum Lore-RP schaffe.
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